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"Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ"
Wien, 10.5.2010

Titel: Österreichische Politiker unterstützen den politischen Islam

Utl.: Imame-Konferenz in Wien kostet österreichische Steuerzahler rund 1 Million Euro
Utl.: Imame-Konferenz vertritt nicht alle islamischen Glaubensrichtungen
Utl.: Rechtlich fragwürdige Existenz der IGGiÖ

Am 14. und 15. Mai kommen 120 muslimische Personen aus 40 Ländern auf Einladung der IGGiÖ und mit Unterstützung österreichischer Politiker nach Wien, um an der „Dritten Konferenz europäischer Imame und SeelsorgerInnen" teilzunehmen. Kaum einer der ausländischen Gäste hat mit Österreich etwas zu tun oder ist mit der Lebensrealität der Muslime in Österreich auch nur im Mindesten vertraut. Es gibt keine Hierarchie im Islam wie bei der katholischen Kirche, sodass jeder Moslem beim Gebet Imam (Vorbeter) sein kann. Daher haben sie keine Bedeutung für eine solche Konferenz. Außerdem gibt es im Islam keine SeelsorgerInnen.

Um die Integration heimischer Muslime zu fördern, wäre es wichtig, die Mehrheit der Muslime miteinzubeziehen. Da aber die IGGiÖ auf das Geschehen in allen Moscheen hierzulande keinen Einfluss hat und viele Muslime auch diesmal von dieser Imame-Konferenz nichts wissen, ist die Bedeutung dieser Konferenz für das Geschehen in den Moscheen und bei den Muslimen ebenso belanglos, wie die beiden vorangegangen. Trotzdem wird diese aufwendige politische Islam-Show in einem first class Hotel mit den Geldern österreichischer Steuerzahler finanziert.
Mit Billigung der österreichischen Regierung treffen sich im Rahmen dieser „Konferenz“ auch politisch organisierte Islamisten um ihr aus europäischer Sicht bedenkliches Gedankengut besser verbreiten zu können. Sie hoffen, ihren geringen Einfluss auf die Mehrheit der Muslime mit Unterstützung der Politik ausweiten zu können.

Das Ausmaß an Zeit und Geld, das hier verschwendet wird, ist im Hinblick auf die Gefahr des politischen Islam für die Muslime und Europa gefährlich. Diesem Spinnennetz, das einige Islamisten hier auszubreiten versuchen, sollte Einhalt geboten werden, statt es zu fördern.
Die IGGiÖ wird finanziell von bestimmten islamischen Ländern und auch von Österreich mit Millionen Euro unterstützt, ohne dass die Geldströme offengelegt und die Verwendung der Gelder transparent gemacht werden. Die ILMÖ verlangt von der IGGiÖ die Offenlegung aller Aktivitäten und Geldflüsse.

Unberücksichtigt bleibt auch, dass die IGGiÖ rechtlich gar nicht existiert und entgegen der Entscheidung und dem Auftrag des Verfassungsgerichtshofes vom 10.12.1987 und dem Islamgesetz 1912 alle islamischen Glaubensrichtungen nicht vertritt.
Die IGGiÖ ist ein undemokratisches Gebilde und bleibt eine Clique mit einem Clansystem ohne Transparenz. In der Ära Anas Schakfeh entwickelte sich die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich zu einem negativen Faktor im gesellschaftspolitischen Leben der Musliminnen und Muslime in Österreich. Sie ist angesichts der schon längst überfälligen IGGiÖ-Wahlen, ihres unklaren rechtlichen Status, und ihrer Weigerung alle islamischen Richtungen und Muslime miteinzubeziehen, nicht berechtigt, offiziell im Namen aller Muslime zu reden oder sie zu vertreten. Ihre öffentliche Aufwertung mit Unterstützung der Politik ist eine bewusste Täuschung der österreichischen Bevölkerung.