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Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ"
Wien, 19.11.2012

ILMÖ-Mahnwache mit symbolischem Hungerstreik gegen die Eröffnung des dubiosen wahabitischen Sekten-Zentrums in Wien

(friedliche Mahnwache am Heldenplatz in Wien während der Eröffnungsfeier in der Hofburg gegen das „King Abdullah-Zentrum“ für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID)

Montag 26.11.2012

während der Eröffnung am Heldenplatz ab 18:00-22 Uhr nahe dem Hofburgeingang

 

Man kann es kaum glauben: die Errichtung eines ultrakonservativen und fundamentalistischen wahabitischen Zentrums mit dem Namen „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ wurde von Österreich, Saudi-Arabien und Spanien unterzeichnet. Doch die Beteili-gung des äußert konservativen saudischen Klerus hat bereits im Vorfeld für eine Kontroverse gesorgt.

Ausgerechnet das berüchtigte wahabitische Saudi-Arabien will den interreligiösen Dialog fördern, obwohl es ein Land ist in dem unzählige Verfehlungen gegen die Menschenrechte bekannt sind und in dessen religiöser Sekte alles Moderne verboten ist. In dieser Glaubensrichtung sind sogar alle Handlungen oder Verhalten verboten, die zu einer verbotenen Tat führen könnten. Bis vor kurzem waren Musik und Fernsehen, wegen des möglichen schlechten Einflusses verboten.

Am 25.Oktober 2012 hat der Groß Mufti von Saudi-Arabien, Scheich Abdul Aziz al-Sheikh, in einer großen Predigt an die gesamte islamische Welt (Umma), öffentlich die Demokratie abgelehnt und sagte, „wir lehnen die Demokratie ab weil diese Verbotenes (haram) bringt und viele persönliche Freiheiten verlangt, und weil die Demokratie uns unislamisches bringt und die islamische Scharia die Lösung für die Völkerverständigung ist.“

Der Gründer des Wahabismus Muhammad ibn Abd al-Wahhab begann 1731 seine Missionierung. 1740 verkündete er in Huraimala nahe Riad seine puritanischen Glaubenssätze zur Reinigung des Islam. Er legte sie als einzige religiöse Wahrheit für die Muslime und alle anderen Religionen fest. Der Wahabismus beruht auf radikalen Auslegungen und Befürwortern von Selbstmordattentaten. Glaubensauffassungen, die mit der ihren nicht vereinbar sind, erscheinen ihnen deshalb schnell als abgeirrt, was ihnen in der Gesamtheit der muslimischen Gemeinschaft und darüber hinaus den Ruf der Intoleranz und des Fanatismus eingebracht hat.

Kennzeichnend für den Einfluss der Wahabiten sind folgende Praktiken im öffentlichen Leben: Verbot des Autofahrens für Frauen, Verbot für Frauen sich in der Öffentlichkeit mit fremden Männern zu zeigen, öffentliche Strafen wie Hinrichtungen mit den Schwert, Steinigung von Frauen, Auspeitschungen und Verbot der freien Religionsausübung für Muslime anderer islamischer Glaubenrichtungen und anderer Religionen.

Die ehemalige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) wird eine Führungsposition im „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ (KAICIID) am Wiener Schottenring 21 einnehmen. Wie das vom saudi-arabischen Königreich finanzierte Dialogzentrum bekannt gab, wird Bandion-Ortner als stellvertretende Generalsekretärin fungieren. Zum Generalsekretär bestimmte die Aufbaukommission den saudischen Vize-Bildungsminister und engen Vertrauten von König Abdullah, Faisal bin Abdulrahman bin Muammar, der drei Jahre lang bei der saudi-arabischen Nationalgarde eine Führungsposition hatte. Der stellvertretende saudische Außenminister Prinz Abdulaziz Bin Abdullah Bin Abdulaziz, der als Mitglied im „Council of Parties“ des Zentrums ist, hatte 15 Jahre lang in der saudi-arabischen Nationalgarde ebenfalls eine Führungsposition. Dieses Zentrum hat daher mit religiösen Dialog nichts zu tun, da in seiner Führung Militärs und Politiker sind.

Neben zahlreichen Mitarbeitern in diesem Zentrum gibt es bis zu hundert Mitglieder im Beirat dieser Einrichtung. Es ist zu befürchten, dass viele im Beirat einem radikalen-politisch organisierten und nationalistisch-fundamentalistischen Islam angehören werden. Der diplomatische Status und die Immunität sind für Wahhabiten, Muslimbrüder, nationalistische islamische Fundamentalisten, Salafisten und radikale Islamisten ein ideales Mittel um ihre Ideen und konservative Propaganda in ganz Europa zu verbreiten. Sie werden nicht nur in Österreich, sondern auch in ganz Europa die Integration der Muslime empfindlich hemmen sowie die Sicherheit und den sozialen Frieden ernsthaft bedrohen. Das Beispiel Bosnien zeigt uns wie gefährlich solche Einflussnahmen sein können.

Die ILMÖ ist der Ansicht, dass dieses Zentrum in Wien Österreichs Ruf schädigen und ernsthafte Probleme für Österreich und ganz Europa bringen wird.

 

Amer Albayati

Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ
Tel.: 0699 / 103 33 243
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Unterstützt durch: „Allianz gegen das wahabitische Zentrum in Wien“

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Islamisches Österreichisches Zentrum - IÖZ

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Falnaktob Internet-Zeitung
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Alsaymar Internet-Zeitung
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Mala Ezidiya – Verein der Yeziden in Österreich
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Freidenkerbund Österreichs (FDBÖ) - Verein für wissenschaftliche Weltanschauung
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GAM - Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte
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Verein der Internationalen Kopten
VAF - Verein für Aufklärung und Freiheit e. V.
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Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)
www.kpoe.at
bundesvorstand@kpoe.at

MEP Mag. Ulrike Lunacek
Außenpolitische Sprecherin der Grünen/EFA Fraktion und Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheit
www.gruene.at